In der Antike waren Helden meist starke und übermenschliche Charaktere, die in der Lage waren ein ganzes Heer von Gegnern alleine zu besiegen. Heute sind Helden einfach Menschen, die etwas Heldenhaftes leisten oder in der Vergangenheit geleistet haben. Das sind z.B. Popstars oder auch Sportler, die durch ihre Popsongs oder ihre sportlichen Leistungen die Massen der Fans begeistern. Aber auch andere Celebreties werden von den Medien zu Helden hochstilisiert. Diesen Menschen wird dann einfach eine ganz besondere Aura zugeschrieben. Man denke nur an einen Boris Becker, einen Franz Beckenbauer oder einen David Beckham. Hier bildeten die sportlichen Erfolge sicher den Nährboden für die Heldenverehrung, aber sicher reicht die sportliche Leistung nicht aus. Die angesprochenen Persönlichkeiten sprechen aber die Fans auf eine ganz besondere Art und Weise an. Das gleiche gilt für Popstars, die in der Lage sind Heerscharen von weiblichen Fans in die Ohnmacht zu treiben. Wer derartige Effekte erzielen kann, der ist ein moderner Held.
Auch Unternehmern, die geniale Geschäftsmodelle umzusetzen vermögen, wird ein Heldenstatus zugebilligt. Man denke nur an Richard Branson oder in jüngster Vergangenheit die Gründer von Google. Diese Menschen schaffen es mit scheinbarer Leichtigkeit, Unternehmen aufzubauen, die Welt zu verändern und en passant reich zu werden. Zum Glück sieht man den Sporthelden nicht beim Training zu, den Popstars nicht beim Proben und den Unternehmerhelden nicht bei der Arbeit, sonst bekämen die Jungs wohlmöglich einen viel zu menschlichen Anstrich, den wir das Fußvolk überhaupt nicht sehen wollten. Denn wir alle brauchen sicher den einen oder anderen persönlichen Helden.