Ist Tennis ein Sport der Reichen? Es ist noch gar nicht einmal allzu lange her, da hätte man diese Frage in Deutschland noch bejahen müssen. Die klassische Aufteilung in Regionen wie dem Ruhrgebiet war: Die Kinder der Arbeiter kicken Fußball auf verdreckten Bolzplätzen am Rande der Industriegebiete, während der Nachwuchs der wohlhabenderen Schicht Tennis auf top gepflegten Tennisplätzen mit qualifizierten Lehrern erlernte.

Zum Glück haben sich die Zeiten geändert, Tennis ist spätestens mit den medienwirksamen Erfolgen von Steffi Graf und Boris Becker in Deutschland zum Volkssport geworden. Die Hürde für den Einstieg ist gering, die Ausrüstung beim Tennis ist bereits für relativ kleines Geld erworben werden. Anfänger brauchen lediglich einen Tennisschläger (engl. & ebenfalls gebräuchlich hier: Tennis Racket), bevor es mit normalen Turnschuhen und normaler Sportkleidung für die ersten Schläge auf den Court gehen kann. Die Mitgliedschaften in Tennisvereinen sind auch für kleine Budgets bezahlbar, Tennistrainer bieten mittlerweile fast durchweg Gruppenkurse an. Auf diesem Weg kann der ansich kostspielige Tennisunterricht durch viele Köpfe geteilt werden.

Sicherlich: Es ist problemlos möglich, eine vierstellige Summe für top end Tennis-Equipment zu investieren. Wer mit dem Tennis spielen anfängt, ist aber tatsächlich mit der bloßen Investition in ein 50-80 Euro kostendes Anfängerracket gut beraten. Damit ist Tennis zum ersten mal überhaupt für wirklich alle Bevölkerungsschichten erschwinglich.

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