Fast jeder, der eine Mailadresse hat, kennt das: einen oder zwei Tage nicht am Rechner und das virtuelle Postfach quillt über. Dabei machen unnütze und unverlangte Spam-Mails sowie mit Viren oder Trojanern versuchte Mails laut aktuellen Studien inzwischen zwischen 90 und 95% des gesamten weltweiten privaten Mailaufkommens aus und ein Ende dieser Plage ist nicht in Sicht. Komplett von dieser Tücke des Internet befreien kann man sich zwar nicht aber der Einsatz von Anti-Spam Software in Verbindung mit der Einhaltung einiger wichtiger Verhaltensregeln kann das Aufkommen an unerwünschter Werbung im Postfach um einiges verringern.
Ein moderner Spam Schutz zeichnet sich dadurch aus, dass sie die Betreffzeilen jeder eingehenden E-Mail auf verdächtige Worte wie „Sex“, „Geld“ oder die immer noch beliebten Potenzpillen untersuchen und die betreffende Mail entweder automatisch löschen oder in einen separaten Spam-Ordner verschieben, sobald eines der Worte dort auftaucht. Darüber hinaus ist jede Anti-Spam Software lernfähig, so dass der Nutzer auch beim Auftauchen neuer Spam-Varianten der Software relativ schnell und einfach beibringen kann, diese entsprechend einzuordnen.
Natürlich können Sie auch eine integrierte Security Suite wie die Internet Security Suite von ZoneLabs einsetzen, da in einer solchen neben Virenscanner und Firewall auch meist eine Anti-Spam Software enthalten ist.
Der Einsatz von Anti-Spam Software reduziert so schon einmal den sonst im virtuellen Briefkasten auflaufenden Datenverkehr um ein hohes Maß. Trotzdem sollte der Nutzer einige Verhaltensregeln beachten, mit denen er das ungewollte Bekanntwerden seiner Mailadresse im Netz verhindert: So sollten nur Newsletter abonniert werden, die aus vertrauenswürdigen Angeboten stammen und bei denen keine Weitergabe der Nutzerdaten erfolgt. Auch beim Betrieb eigener Webseiten muss laut deutschen Gesetzen die Mailadresse des Betreibers im Impressum angegeben werden. Damit diese nicht von Programmen zur Generierung von Daten für die Versendung von Spam-Mails ausgelesen werden kann, empfiehlt es sich, diese zu verschlüsseln oder als Bild darzustellen. Auch bei der Anmeldung bei den allerorts so angepriesenen Web2.0 Anwendungen wie Foren, Diskussionsforen etc. sollte vorher ein Blick in die AGBs des Betreibers geworfen werden, da viele Anbieter diese Anwendungen zur Adressgenerierung nutzen und teilweise die Mailadressen ihrer User sogar weiterverkaufen.
Wenn Sie diese Vorsichtsmassnahmen befolgen und eine moderne Anti-Spam Software einsetzen, können auch Sie jederzeit in ihren virtuellen Briefkasten schauen, ohne beim Anblick der unzähligen Mails zu erschrecken.