Auch wenn Kinder nicht so häufig an Krebs erkranken, so erkrankt doch 1 von 500 Kindern an einer Krebserkrankung. Die häufigste Form ist die Leukämie. Bekannt ist Leukämie auch als Blutkrebs oder Knochenmarkskrebs. Leukämie bedeutet übersetzt: weißes Blut. Unreife weiße Blutkörperchen überschwemmen dabei den Körper. Der normale Reifungsprozess der weißen Blutkörperchen ist dabei gestört und es werden massenweise krebsartig unreife Leukozyten (weiße Blutkörperchen) ins Blut abgegeben, die die gesunden und roten Blutkörperchen immer mehr verdrängen.
Behandelt wird die Leukämie zumeist mit herkömmlichen Strahlen- und Chemotherapien wie sie auch bei anderen Arten von Krebs (Brustkrebs, Darmkrebs, etc) eingesetzt werden. In seltenen Fällen, bei denen der Patient nicht auf die Behandlung anspricht oder es zu Rückfällen kommt, wird eine Knochenmarkstransplantation vorgenommen.
Von einer vollständigen Heilung kann nach etwa fünf Jahren ausgegangen werden, wenn in der Zeit keine Rückfälle aufgetreten sind. Insgesamt stehen die Chancen der Heilung ziemlich gut. Bei Kindern können aber auch noch andere Krebserkrankungen auftreten, so z.B. die Lymphome. Lymphome sind Tumore in den Lymphdrüsen. Sie stören die normale Blutbildung und können sich schließlich über das ganze Lymphsystem ausbreiten. Lymphom ist eine besonders aggressive Krebsform, da sie über das Lymphsystem auch sämtliche Organe angreifen kann. Krebserkrankungen verlaufen in der Regel völlig symptomunspezifisch, verursachen anfangs selten Schmerzen und können nur durch eine eingehende Blutuntersuchung erkannt werden.