Fast jeder kennt es – viele haben eins im Haushalt: Ein Kirschkernkissen. Ein mit losen Kirschkernen gefülltes Säckchen aus Baumwolle oder Leinen. Kurz in die Mikrowelle oder auch in den Backofen gelegt, schon hat man eine lang wohltuende „Wärmflasche“ zur Hand. Nicht umsonst wird ein Kirschkernkissen auch als trockene Wärmflasche bezeichnet. Gerne wird so ein Kirschkernkissen bei der Linderung von Drei-Monats-Koliken bei Säuglingen genommen. Oder aber natürlich auch bei Schmerzen aufgrund von Rheuma oder einfachen Rückenschmerzen. Natürlich werden Kirschkernkissen gerne auch als einfache Bettwärmer bei kalten Füssen genommen. Hierzu reicht es aber aus, wenn sie auf den Heizkörper gelegt werden.

Wußten Sie aber, dass ein Kirschkernkissen ein uraltes Heilmittel ist? Erste Kirschkernkissen gab es wohl bereit im frühen Mittelalter. Archäologen fanden in Münster in einer mittelalterlichen Abfallgrube Reste eines Kirschkernkissen. Die Funde datierten aus dem 12. Jahrhundert. Die Menschen im Münsterland haben also damals schon Kirschkernkissen zur Linderung ihrer alltäglichen Wehwehchen angewendet. Wahrscheinlich haben sie die Kirschkernkissen auf Kachelöfen erhitzt.

Genauso unbekannt ist aber noch eine andere Einsatzmöglichkeit des Kirschkernkissens. Wenn man ein Kirschkernkissen in eine Plastiktüte verpackt ins Gefrierfach des Kühlschrankes legt, dann hat mein ein ideales Kühlakku. Optimal also, wenn man immer ein Kühlakku zur Hand haben will, um so Verstauchungen, Prellungen oder Insektenstiche lindern will.

Kirschkerne können nämlich nicht nur gut Wärme speichern, das funktioniert mit Kälte ebenso gut.

Der Beitrag besitzt Themenrelevanz zu Bettwärmer Hausmittel Heilmittel Kühlakku Kirschkerne Kirschkernsäckchen Kissen Prellung Rückenschmerzen Rheuma Verstauchung Wärmekissen Wärmflasche.