Keyboards ähneln Klavieren und sind gleichzeitig anders, besitzen zumeist keine Hämmer mehr, die auf Saiten schlagen, vielmehr Elektronik, die mitunter ganze Orchester imitiert. Virtuose Alleinunterhalter ersetzen mit ihnen ganze Bands; unvergessen sind Intros von Rockklassikern wie Jump (Van Halen) oder Light my fire (Doors), denen das Keyboard ihren besonderen Wiedererkennungswert gab. Emerson, Lake und Palmer spielten mit Keyboards Bombastrock, und auch aktuelle Deutschrockbands wie Silbermond und Wir sind Helden nutzen dieses Instrument für wirklich gute Musik. Die Abgrenzung von Keyboards zu beispielsweise Synthesizern ist allerdings nicht eindeutig: Viele nutzen den Begriff Keyboard als Oberbegriff für elektronische Tasteninstrumente und den Begriff Synthesizer als Unterbegriff für Instrumente mit besonders weit reichenden Möglichkeiten, die Klangerzeugung zu beeinflussen. Bleiben wir einfach bei dieser Definition.
Keyboards haben oftmals weniger Tasten als klassische Klaviere. Es gibt Klaviaturen mit 88, mitunter allerdings auch mit 76, 61 oder weniger Tasten. Dafür gibt es im Gegensatz zu den meisten Klavieren häufig Dreh- und Druckknöpfe und Fader. Mitunter kommen gar computerähnliche Bildschirme zum Einsatz. Keyboards (insbesondere die Synthesizer) können mittlerweile viele Instrumente perfekt nachahmen, hören sich an wie Gitarren, Hörner, Klaviere oder erzeugen synthetische Töne, die nach Außerirdischem klingen, nach Feenmusik oder Dämonentanz. Elektronische Tasteninstrumente lassen sich meist mit weniger Kraftaufwand spielen als Klaviere, da die Tasten keine Hämmer auf Saiten schlagen, sondern elektrische Kontakte erzeugen. Moderne Keyboards versuchen jedoch mittlerweile erfolgreich, den Unterschied zwischen dem Spielen eines Klaviers und eines Keyboards zu verringern. Sie schaffen dadurch einfachere Übergänge von Instrument zu Instrument und imitieren die Möglichkeit beim Klavier, durch unterschiedlichen Anschlag der Tasten unterschiedliche Töne zu erzeugen.
Keyboards besitzen meist verschiedene Anschlüsse, um etwa direkte Tonaufnahmen zu realisieren oder um eine Verbindung zum Computer herzustellen. Die Kombination von einem Musikprogramm auf dem PC und einem Keyboard ist gerade für Komponisten sehr interessant. Elektronische Tasteninstrumente sind übrigens älter als man denkt. Ein erster Vorläufer wurde bereits 1885 in Form eines elektromechanischen Instruments geschaffen. Keyboards gelten heute als Musikinstrumente, die sich auch perfekt für Einsteiger eignen. Aber auch sie zu spielen, bedarf einiger Übung. Deshalb ist auch beim Keyboard ein guter Musikunterricht nötig. Wie klassischer Klavierunterricht sollte er ebenso Spaß bringen wie effektiv sein. Die Suche nach dem geeigneten Musiklehrer ist deshalb nicht ganz unwichtig: Dann ist auch für den Hobbymusiker der Weg zum kleinen Virtuosen relativ einfach.