Nicht nur ökologische, sondern auch soziale Vorteile sprechen für den Kauf von Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA). Die bei uns in Supermärkten zu Billigstpreisen verkaufte normale Baumwolle wird unter teilweise grauenhaften Bedingungen für Mensch und Natur produziert – ohne Kinderarbeit sind Dumpingpreise nicht realisierbar.

Hält man sich vor Augen, das nur 3% der Ackerfläche weltweit mit Baumwolle bepflanzt sind, allerdings 18% der Herbizide, Insektizide und Fungizide (ohne Entlaubungsmittel oder Kunstdünger) dort eingesetzt werden, wird einem das Ausmaß bewusst. Tausende schwer kranke oder sogar tote Menschen in den Ländern der 3. Welt sind die Folge. Ackerböden und Natur werden langfristig massiv belastet. Die verseuchte Baumwollregion rund um den Aralsee ist als Beispiel aus dem Fernsehen bekannt.

Die einzige Lösung des Problems stellt Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA) dar, die auch für die Herstellung von Naturstoffen und Naturtextilien genutzt wird. Sowohl die Pflanzung, als auch die Ernte wird von strengen internationalen Vorgaben bestimmt. Unabhängige Organisationen wie SKAL, IFOAM oder OCIA wachen ständig über deren Einhaltung. Zum Beispiel wird eine Umstellzeit von 5 Jahren mit wechselnden Kulturen verlangt, wenn eine Ackerfläche als geeignet für den Anbau von kbA-Baumwolle erklärt werden soll. Der ganze Produktionsvorgang wird lückenlos überwacht. Natürlich ist der Einsatz von Chemikalien nicht gestattet. Auch der Handel zwischen Baumwollbauern und der verarbeitenden Industrie wird durch Vorschriften geregelt, um den Arbeitern einen sozialen Mindeststandart zu sichern. Der Einsatz von Kinderarbeit ist nicht gestattet.

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