Im Mai 2007 musste mit der HSBC die erste Bank einräumen, dass sie Milliarden Dollar an Abschreibungen auf amerikanische Immobilienkredite minderer Qualität (so genannte Subprime Kredite) vornehmen muss. An diesem Tag begann offiziell die Finanzkrise, die sich im Herbst 2008 durch den Untergang der traditionsreichen Investmentbank Lehman Brothers nicht nur verschlimmerte, sondern auch auf die Realwirtschaft übersprang. Die Zentralbanken zeigten schnell ihre Bereitschaft die Märkte mit einer Unmenge billigen Geldes fluten zu wollen, um so den Kreditzyklus und damit die Wirtschaft wieder ans Laufen bringen zu können.

Viele Marktteilnehmer erkannten die Risiken, die mit so einer Aktion verbunden sind und versuchten entsprechende Maßnahmen zur Absicherung ihres eigenen Vermögens einzuleiten. Ein starker Anstieg der Geldmenge lässt die Risiken für inflationäre Tendenzen enorm ansteigen. Als probates Mittel gegen die Inflation haben sich seit vielen tausend Jahren Edelmetalle und hier vor allem Gold und Silber erwiesen. So kostete zu Zeiten des Römischen Reiches eine Tunika etwa eine Unze Gold. Knapp 2000 Jahre später kostet ein maßgeschneiderter Anzug ebenfalls etwa eine Unze Gold. Dieses Beispiel zeigt, dass Gold als äußerst effektiver Vermögensspeicher fungiert. Die Preisentwicklung des Goldes zeigt eindeutig, dass viele Marktteilnehmer die schützenden Eigenschaften des Goldes wieder entdeckt haben.

So begann die Renaissance des Goldes (damals lag der Goldpreis noch bei etwa 250 US-Dollar) mit den massiven Leitzinssenkungen der amerikanischen FED nach den Anschlägen vom 11. September 2001. Bis zum Ausbruch der aktuellen Krise stieg der Preis sukzessive bis knapp 650 US-Dollar je Feinunze, bevor sich der Aufwärtstrend stark beschleunigte und den Goldpreis auf den Rekordstand von 1000 US-Dollar trieb. Seitdem tendiert der Preis seitwärts.

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