Die englische Bezeichnung Skydiven, wörtlich übersetzt: Himmelstauchen, deutet es an. Den waghalsigen Frauen und Männern geht es nicht um die wunderschöne ruhige Fahrt am Fallschirm. Nein – der Fallschirm ist nur Mittel zum Zweck. Das wird schon deutlich, wenn man die Fallschirmspringer an ihren Schirmen sieht. So drehen sie sich in atemberaubenden Spiralen der Erde entgegen, um dann nach einem rasanten Landeanflug sanft auf dem Boden aufzusetzen. Das deutsche Wort Fallschirmspringen ist also für diese moderne Sportart eher irritierend. Mit einem Sprung tauchen die Springer in das Himmelsblau ein und geben sich dem Element ganz hin.

Kurz nach dem Absprung erreicht der Springer seine Fluggeschwindigkeit. Dann hat sich unter ihm ein Luftpolster aufgebaut. Mit minimalsten Bewegungen kann der Springer dann seine Position verändern. Die durch den freien Fall entstehende Luftanströmung macht’s möglich.
Je schneller der Springer fällt, desto größer die Luftanströmung. Beim bekannten “Bauchfliegen” sind die Springer ca. 220 km/h schnell. Die höchsten Geschwindigkeiten von ca. 350 km/h erreichen die Springer im Headdown – in vertikaler Position mit dem Kopf nach unten. In so genannten Speedwettbewerben wurden schon Höchstgeschwindigkeiten von fast 500 km/h, unter Ausnutzung aller aerodynamischen Finessen, erreicht.
Wer als Laie auch einmal den Rausch der Geschwindigkeit genießen möchte, kann beim Tandemfallschirmspringen in diese faszinierende Sportart hinein schnuppern!

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