Sanftanlaufmechanismen an Elektromotoren bewirken exakt das, was ihr Name ausdrückt. Sie gewährleisten, dass Motoren nicht ruckartig anfahren, sondern mit geregelter Geschwindigkeit und Kraft, mit der gebotenen Sanftheit, ihren Betrieb aufnehmen. Es sind immer Drehstrommotoren, genauer gesagt Drehstromkäfigläufermotoren, bei denen von Fall zu Fall der Einbau einer Sanftanlaufdrossel zwingend notwendig ist.
Nehmen wir einmal das Beispiel eines Drehstrom-Elektromotors, der ein Förderband anzutreiben hat, das leichte Pasta transportiert. Würde hierfür ein Motor eingesetzt, der nicht mit einer Sanftanlaufdrossel ausgerüstet ist, würde der Motor seine höchste Anlaufkraft, in der Fachsprache als das Anzugsmoment bezeichnet, völlig ungebremst, extrem ruckartig, gegen eine sehr leichte Masse einsetzen. Die Folge wäre, dass das leichte Gut seitlich vom Band fiele oder weit nach vorne geworfen würde.
Das Anzugsmoment muss also reduziert werden, und zwar um ein beträchtliches Maß, um bis zu 2/3. Um das zu erreichen, muss zunächst der Anlaufstrom entsprechend vermindert werden.
Der Einbau einer Sanftanlaufdrossel ist selbstverständlich für den Fachmann völlig unkompliziert. Die Drossel wird entweder direkt im Schaltschrank installiert oder aber am Elektromotor selbst. In letzterem Fall ist allerdings ein separates Stahlblechgehäuse am Motor nötig. Der Grad der Sanftheit, mit der der Elektromotor seine Arbeit zu verrichten hat, ist durch die Sanftanlaufdrossel in verschiedenen Stufen regelbar.
Die Einsatzbereiche von Sanftanlauf Elektromotoren sind vielfältig. Das von uns allen sehr geschätzte Garagentor mit Elektroantrieb ist ein gutes Beispiel. Sein sehr ruhiger, angenehm sanfter und gleichmäßiger Lauf ist der Sanftanlaufdrossel zu verdanken.