An das Gehäuse der Drehstrommotoren werden gleich mehrere Anforderungen gestellt, die teilweise nicht zu gleichen Teilen verwirklichbar sind. Die offensichtlichste Funktion des Gehäuse ist die mechanische Befestigung der einzelnen Motorkomponenten, wie Stator und Rotor, sowie den Anschlüssen und einer eventuellen Steuerungselektronik. Dabei dient das Gehäuse gleichzeitig als Gegenmoment zum Drehmoment des Motors, es werden also speziell bei leistungsstarken Motoren hohe Anforderungen an die mechanische Belastungsfähigkeit des Materials gestellt. Außerdem schützt das Gehäuse den Motor und die Elektronik vor äußeren Einflüssen, wie beispielsweise starken Temperaturschwankungen oder Staub. Je nach Anwendung des Motors muss das Gehäuse auch vor Wasser oder Gasen schützen.
Eine weitere Funktion des Gehäuse ist speziell bei leistungsstärkeren Motoren die Kühlung, da durch die magnetischen Induktionsströme und die Wirbelströme hohe Verlustleistungen entstehen, die praktisch vollständig in Wärme umgewandelt werden. Deswegen erhitzen sich Elektromotoren sehr stark. Kleinere Elektro-Motoren kommen ohne spezielle Kühlung aus, bei mittel starken Motoren gießt man das Gehäuse in Form von Kühlrippen, sodass sich die Oberfläche vergrößert und mehr Wärme an die Umwelt abgegeben werden kann. Benötigt man eine bessere Kühlung, kann man zusätzlich noch einen ebenfalls elektrisch angetriebenen Lüfter zur Kühlung anbringen. Im Hochleistungsbereich hingegen geht man einen anderen Weg: Da dabei so hohe Verlustleistungen auftreten, dass eine reine Luftkühlung nicht mehr ausreicht, gestaltet man den Motor wasserdicht und kühlt ihn je nach Anwendungsgebiet mit Wasser oder Öl. Häufig verwendet man Öl, da dadurch die Ausgangswellen und Lager des Motors geschmiert werden können und Öl außerdem problemlos in das Innere des Motors eindringen kann, da es im Gegensatz zu Wasser keinen elektrischen Kurzschluss erzeugt.

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