Die Preispolitik der Hersteller von Handys unterscheidet sich fundamental von derjenigen anderer Hersteller. So ist es z.B. bei Autos üblich, dass die Preise eines Modells über Jahre konstant sind, sieht man einmal von Rabattaktionen ab. Selbst kurz bevor ein neues Modell auf den Markt gebracht wird. Beginnt der Vertrieb des neuen Modells wird das alte zumindest vom Hersteller nicht mehr ausgeliefert. Dieser Sachverhalt ist bei Handys nicht gegeben.

Die vermeintlich alten Modelle der Mobiltelefone werden oft noch längere Zeit parallel zu den neuen Modellen ausgeliefert. Die neuen Modelle werden in aller Regel zu vergleichsweise hohen Preisen angeboten. Zu Beginn werden meist nur kleine Stückzahlen ausgeliefert, scheinbar um Begehrlichkeiten zu provozieren. Im Zeitablauf geht dann der Preis langsam aber stetig gen Süden. Am Ende des Lebenszyklus eines Modells ist dann aus einem Handy des Premiumsegmentes ein Billigmodell geworden, welches dann meist mit [Prepaid-Karten->] buchstäblich verramscht wird.

Da die Handys meist in Verbindung mit einem Vertrag verkauft werden und der Handel für jeden Vertrag hohe Provisionen bekommt, die zu großen Teilen an den Endkunden weiter gegeben werden, wird die Talfahrt der Preise für viele Kunden gar nicht so sehr transparent. Der Vorteil für die Vorgehensweise der Handyhersteller ist im Hinblick auf das Management von Produktionskapazitäten sehr geschickt. Der Modellwandel wird langsam aber stetig eingeleitet. Durch das längerfristige Weiterproduzieren der „Vorgängermodelle“ werden diese nicht von heute auf morgen unverkäuflich, so wie dies bei Autos der fall ist. Hier leidet der Absatz der Vorgängermodelle drastisch. Der Verkauf ist dann regelmäßig nur noch mit hohen Preisabschlägen möglich.

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