Schlecht sehen zu können, stellt bereits eine Beeinträchtigung dar. Wer dann noch eine Brille tragen muss und sich damit nicht wohl fühlt, weil sie drückt, rutscht oder bei sportlichen Aktivitäten hinderlich ist, fühlt sich noch mal zusätzlich bestraft. Als Alternative für geplagte Brillenträger bieten sich Kontaktlinsen an, die weniger unauffällig, kleiner und – richtig angepasst – erheblich bequemer sind. Bei der Wahl der Kontaktlinse sollte man allerdings darauf achten, die richtige Linse zu erwischen. Denn es gibt große Unterschiede bei den einzelnen Typen.

Bereits im 17. Jahrhundert hat sich ein französischer Philosoph erste Gedanken darüber gemacht, wie eine Kontaktlinse, die direkt auf dem Auge getragen wird, aussehen könnte. Für seine Zeit eine reine Utopie. In die Tat umgesetzt wurde sie erst im 19. Jahrhundert. Das Ergebnis war wenig befriedigend, weil unbequem und kaum tragbar. Das änderte sich, als 1949 statt Glas Plexiglas für die Herstellung der Kontaktlinsen verwendet wurde. Da die ersten Modelle kaum Sauerstoff durchließen, war die Tragezeit begrenzt.

1976 erfolgte der Durchbruch in der Kontaktlinsen-Entwicklung. Die ersten harten Kontaktlinsen der neueren Generation kamen auf den Markt und wurden seither ständig verbessert. Sie sind acht bis zehn Millimeter groß, liegen direkt auf dem Tränenfilm und lassen somit genug Raum für die Ernährung und Versorgung des Auges unter anderem mit Sauerstoff. Als Manko der harten Linsen ist die Gefahr geblieben, dass sie sich verformt und damit die Hornhaut verletzt.

Dieses Risiko besteht bei den weichen Kontaktlinsen nicht. Sie sind flexibel, dafür mit zwölf bis 16 Millimeter deutlich größer. Das ergibt einen festeren Halt, da der Linsenrand unter dem Lidrand liegt. Das macht die weichen Linsen gerade bei Sportlern sehr beliebt.

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