Asynchrongeneratoren wirken, wie Synchrongeneratoren, auf Grundlage des Induktionsgesetzes. Konkret heißt das, ein zeitlich veränderliches Magnetfeld erzeugt eine Induktionsspannung, die den Stromfluss durch einen Leiter bewirkt.
Der Asynchrongenerator kann den zum Magnetfeldaufbau notwendigen Blindstrom nicht selbst erzeugen. Um als Generator zu funktionieren, muss er magnetisch erregt und über die Leerlaufdrehzahl hinaus mechanisch angetrieben werden.
Man unterscheidet zwei Typen:
- kondensator- bzw. selbsterregte und
- netzerregte Asynchrongeneratoren
Bei Kondensatorerregung entsteht zwischen den, parallel zum Generator liegenden, Kondensatoren und der Ständerwicklung ein Schwingkreis, der das Magnetfeld im Ständer aufgebaut. Konstante Spannung wird durch eine veränderbare Antriebsdrehzahl zwischen Leerlauf und Volllast erzielt.
Bei Netzerregung werden Frequenz und Spannung des Generators durch das Netz bestimmt.
Hauptbauteile des Asynchrongenerators sind Läufer, auch Rotor genannt und Ständer bzw. Stator.
Der Läufer ist beim Asynchrongenerator als Kurzschlussläufer gebaut und benötigt keine herkömmlichen Wicklungen. Für die Herstellung dieses Käfigläufers werden zur Erhöhung des Wirkungsgrades Kupferstäbe verwendet, Rotor und Stator bestehen aus Magnetblechen verlustarmer Qualität.
Typische Asynchrongeneratoren besitzen vier Pole mit einer Drehfelddrehzahl von 1500 min − 1. Durch Einsatz von Ständern mit polumschaltbaren Wicklungen lässt sich die Drehzahl abstufen und die Energieausbeute kann innerhalb des gesamten Leistungsbereiches optimiert werden.
Der magnetische Fluss entsteht durch den Schlupf, der Differenz zwischen den Drehzahlen von Statordrehfeld und Läufer.
Der Asynchrongenerator arbeitet übersynchron, das heißt, Frequenz und Drehzahl des Läufers sind größer als die des Drehfeldes, wodurch in den Stäben des Läufers Spannungen erzeugt werden. Diese sind aufgrund der räumlich versetzten Stäbe phasenverschoben. Den Vielphasenwechselstrom lassen letztendlich die Kurzschlussringe des Käfigläufers fließen.