Spricht man in der medizinischen Ästhetik von Photo-Epilation, ist die Entfernung unerwünschter Körperhaare mittels Licht gemeint. Mithilfe der Photo-Epilation können gleichzeitig mehrere Haarfollikel zerstört werden. Innerhalb der Photo-Epilation wird zwischen Laserbehandlung und der Blitzlampentechnologie (IPL = Intense Pulsed light) unterschieden. Die IPL-Technik ist auch unter dem Namen Pulslicht-Therapie bekannt und wir in letzter Zeit hauptsächliche für die dauerhafte Haarentfernung eingesetzt.

Der Laser arbeitet ausschließlich mit einer einzigen Wellenlänge, während IPL-Blitzlichtlampen einen Wellenlängenbereich abgeben. Diesen Lampen werden Filter vorgeschaltet, welche das Spektrum ausschließlich auf die für die Behandlung nötigte Wellenlängen reduzieren. Die Lampen bieten zahlreiche Einstellmöglichkeiten. Wellenlänge, Pulsdauer, -stärke, und -anzahl können passend auf Haut und Haar eingestellt werden.

Bei der Behandlung mit Xenon-Blitzlampen entsteht überschwellige Energie, die zur dauerhaften Zerstörung der Haarwurzeln führt. Ein Nachwachsen kann so weitestgehend ausgeschlossen werden. Auf Basis der seit 1995 verwendeten IPL-Technik (Xenon-Blitzlampen) wurde eine Weiterentwicklung auf den Markt gebracht, die sich ELOS-Technologie nennt. ELOS steht für „elektrisch-optische-Synergie“. Die IPL-Blitzlampen werden hierbei durch den gleichzeitgen Einsatz von hochfrequentem Strom unterstützt. Diese Energie wärmt die epidermalen und dermalen Hautschichten vor, wodurch eine Reduzierung der Energiedichte des IPL-Lichts erreicht wird. Dadurch wird die Behandlung angenehmer und die Haut während der Haarentfernung mehr geschützt.

Gegenüber der reinen Photo-Epilation ermöglicht die ELOS-Therapie eine nahezu nebenwirkungsfreie Haarentfernung an allen Körperzonen. Die Wechselwirkung des Lichts mit dem Melalin der Haut ist das Grundprinzip der Photo-Epilation. Da bereits cirka 5 % der einfallenden Energie an der äußersten Schicht der Epidermis reflektiert wird und somit verloren geht, hängt der Behandlungserfolg maßgebend vom Wirkungsgrad der eingestrahlten Energie ab. Benötigt werden daher mindestens 30 Joule Energie, welche in die Haarfollikel eindringt und in Wärme umgewandelt, die follikulären Reparaturmechanismus unterbindet. Nur eine bleibende Schädigung der Haarwurzeln verhindert ein Nachwachsen des Haares. Um dieses Behandlungsziel zu erreichen wird bei der ELOS-Therapie den Haarfollikel zunächst von innen durch die von der IPL-Blitzlampe abgegebenen Energie erwärmt und gleichzeitig von dem zusätzlich eingeleiteten radiofrequentem Strom von außen erwärmt. Die Energie des radiofrequentem Stromes ist melalinunabhängig, wodurch die erzeugte Wärmeenergie im Haarfollikel zirka 200 ms lang gehalten werden kann.

Die gleichzeitig eingesetzte Kühlung macht die Behandlung auch bei hohen Energien angenehm. Der kombinierte Einsatz mehrerer Energiequellen ermöglicht auch die Behandlung von tief sitzenden Haaren, etwa in der Bikinizone oder dem Rücken und der Brust des Mannes.

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