Die Geschichte des Mobiltelefons begann mit den Anfängen des Mobilfunks.1926 gab es den ersten Telefondienst in den Zügen der Deutschen Reichsbahn und Reichspost auf den Strecken zwischen Hamburg und Berlin. Jedoch wurde dieser moderne Dienst nur den Passagieren erster Klasse angeboten. Circa 30 Jahre später, nämlich 1956, gab es dann dank Ericsson bereits das erste Autotelefon, das deutschlandweit verwendbar war. Vom Design ist es mit dem heutigen Handy nicht zu vergleichen, denn es war aufgrund der Vakuumröhren, die für die Funktechnik benötigt wurden, sehr groß und schwer (ungefähr 40kg). Der Preis lag bei ca. 50% des Wagenpreises und die Gespräche wurden handvermittelt.

Das erste Netz, das automatisch vermittelt wurde, entstand 1974 in Österreich und war das B-Netz. Ein Jahr später wurde in der Schweiz das Nationale Autotelefonnetz (Natel) eingeführt. Dies war Vorreiter der 1994 entstandenen GSM-Technologie, die sich über das Natel B (1983) und das Natel C (1987) entwickelte. Das weltweit erste kommerzielle Mobiltelefon brachte Motorola mit dem "Dynatac 8000x" hervor. Es war zwar mit 400 Dollar immer noch nicht für jeden erschwinglich, doch wog es nur 800g.

Aufgrund des C-Netzes, das es ab 1985 in Deutschland und Österreich gab, wurden die Telefone kleiner, da eine geringere Sendeleistung der Telefone ermöglicht wurde. Diese sogenannten "Portables", die einen angeschlossenen Telefonhörer und eine Antenne besaßen, kommen unseren "Handys" schon näher. Aufgrund flächendeckender digitaler Mobilfunknetze Anfang der neunziger Jahre in Deutschland, Österreich und der Schweiz wurden die Geräte erneut kleiner. 1992 wurde das erste GSM-fähige Mobilgerät, das "International 3200" von Motorola, vorgestellt.

Die heutige Entwicklung der Mobiltelefone geht zunehmend in die Richtung eines Telefons mit beliebig vielen Extrafunktionen. Das Handy wird kleiner, hat die Qualität einer Digitalkamera, kann Musik aufnehmen, Daten speichern und vieles mehr. Für die meisten Menschen ist so ein Handy, für das sich der Name "Smartphone" entwickelt, gar nicht mehr wegzudenken aus dem täglichen Leben. Das Telefonieren wird Dank des Konkurrenzkampfes der Anbieter immer preiswerter. Mittlerweile ist es normal, dass man im Monat eine gewisse Anzahl Freiminuten oder Free SMS hat. In Deutschland alleine verteilen sich auf 82,37 Millionen Einwohner 82,8 Millionen Anschlüsse.

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