Die Volkskrankheit Bluthochdruck beginnt schleichend und macht sich häufig erst im mittleren Lebensalter mit diffusen Beschwerden, wie Kopfschmerzen, Nasenbluten, Gesichtsröte, Nervosität oder Schwindel bemerkbar. Neben den Krankheitsursachen, zu denen Übergewicht, Bewegungsmangel sowie Nikotin- und Alkoholkonsum gehören, müssen auch die Symptome behandelt werden. Zu diesem Zweck erhalten die Patienten Betablocker und Blutdruckmessgeräte zur Selbstkontrolle.
Blutdruckmessgeräte richtig anwenden
Im Fachhandel sind verschiedene Blutdruckmessgeräte für das Handgelenk oder den Oberarm erhältlich. Erfahrungsgemäß sind Handgelenksmessgeräte einfacher in der Handhabung und können auch von Senioren sicher bedient werden. Vor jeder Messung sollte der Patient mindestens 5 Minuten zur Ruhe kommen, wer direkt nach körperlicher Anstrengung oder akuter Aufregung misst, erhält falsche und überhöhte Messwerte. Grundsätzlich ist der Blutdruck eine variable Größe, eine einzelne Messung lässt noch keine Rückschlüsse auf das Vorliegen eines Bluthochdrucks zu.
Wiederkehrende Messungen in regelmäßigen Abständen sind in ihrer Gesamtbetrachtung aussagekräftiger. Bei der Blutdruckmessung sollte der rechte Arm leicht angewinkelt und das Handgelenk etwa auf Herzhöhe gehalten werden. Das Blutdruckmessgerät wird um das Handgelenk gelegt und mit Hilfe einem Klettverschluss fixiert, das Gerät liegt dabei auf der Innenseite das Handgelenks, mit dem Display nach oben. Wichtig: Die Manschette muss den Arm ganz umschließen, übergewichtige Personen benötigen eventuell eine größere Manschette.
Per Knopfdruck wird anschließend die Manschette automatisch so lange aufgeblasen, bis keine Blut mehr durch die Arterien fließt. Das Gerät stellt das Pumpen automatisch ein, das unangenehme Druckgefühl ist kein Grund zur Besorgnis. Anschließend wird die Luft ganz langsam wieder aus der Manschette gelassen, die Sensoren des Gerätes messen dabei den Blutdruck.
Blutdrucknormwerte
Ein gesunder Blutdruck liegt im Messbereich von 100-120 zu 60-80 mm/Hg – wohlgemerkt im Ruhezustand. Ein leicht erhöhter Blutdruck liegt vor, wenn mehrere Messungen ein Wert von über 140-160 zu 90-100 mm/Hg ergeben haben. Bluthochdruck beginnt ab Messwerten von 160-180 zu 100-110 mm/Hg
Blutdruckmessgeräte können nur Momentaufnahmen abbilden, eine Selbstdiagnose aufgrund der Messergebnisse ist nicht möglich. Beim Verdacht auf Bluthochdruck ist der Hausarzt der geeignete Ansprechpartner.