Die immense Auswahl an Investmentfonds erschwert die Auswahl mitunter sehr. Gerade Neueinsteiger, die sich noch nicht ausgiebig mit dem aktuellen Fondsgeschehen auseinander gesetzt haben, laufen oft Gefahr, vielleicht in die falschen Fonds zu investieren. Anhand einiger Bewertungskriterien lassen sich renditestarke und renditeschwache Fonds aus der Masse hervorheben.
Investmentfonds sollten in erster Linie nach den Kriterien Performance, Volatilität, Schwerpunkt, Strategie, Management und Gebühren bewertet werden. All diese Faktoren sind maßgeblich für einen erfolgreichen Fonds. In diesem Zusammenhang treten oft die Begriffe Ranking und Rating auf. Rankings zeigen im Allgemeinen die Performance einzelner Fonds auf. Zuverlässiger und tief greifender sind jedoch die so genannten Ratings. Hier spielen die gesamten oben genannten Faktoren hinein, so dass eine genaue und richtungsweisende Betrachtung der Fondsanlagen möglich ist.
Ein zuverlässiger Bewertungsparameter ist die Fonds-Performance der letzten Jahre. Optimal ist es, wenn die Performance bis zu 2, 5 oder 10 Jahren zurückverfolgt werden kann. Unter Performance versteht man die Wertentwicklung nach Anlageschwerpunkten. Weist ein Fonds eine gute Performance auf, ist dies mit einem exzellenten Fondsmanagements und einer durchaus guten Rendite verbunden. Dabei sollte sich jedoch jeder Anleger vor Augen führen, dass die Performance zwar Aussagen über die Qualität des Fonds treffen kann, jedoch keine Garantie gibt, dass die Performance auch zukünftig derartig verlaufen wird.
Volatilität bezeichnet die Schwankungen, denen ein Fonds über einen längeren Zeitraum unterliegt und geben Aufschluss über das Risiko des jeweiligen Fonds. Volatilität ist die Schwankungsbewegungen weg von den üblichen Durchschnittswerten. Je mehr sich der Fonds von seinem Durchschnittwert entfernt, desto volatiler ist er. Eine hohe Volatilität weist immer auf einen äußerst risikoreichen Fonds hin und sollte dementsprechend in die Strategie einfließen.
Ein weiteres Bewertungskriterium sind die mit dem Fonds verbundenen Gebühren, denn sie haben Einfluss auf die Höhe der Rendite. Daher sollte vorrangig darauf geachtet werden, dass die Kosten in einem guten Leistungsverhältnis stehen. Da dieser Aspekt sicherlich nicht für die Qualität eines Fonds ausschlaggebend ist, sollte er nicht als Hauptkriterium angesehen werden. Fondsgebühren gliedern sich in Ausgabeaufschläge, Verwaltungsgebühren sowie Depotgebühren.
Um einen Fonds-Vergleich richtig bewerten zu können, sollten aktuelle wirtschaftliche und politische Entwicklungen nicht außer Acht gelassen werden. Gerade wenn Fonds im Ausland aufgelegt werden, sollten derartige Risiken vorab in die Auswahl einfließen.
Fondsmanagement ist ein äußerst subjektives Kriterium und wird sicherlich von jedem Anleger unterschiedlich aufgefasst. Gutes Fondsmanagement zu erkennen ist daher nicht einfach. Gutes Fondsmanagement lässt sich in erster Linie durch Erfahrungen, Anlageschwerpunkte und -philosophie sowie Organisation einer Fondsgesellschaft erkennen. Hat die Fondsgesellschaft einen guten Ruf und einen guten Stand, wie z.B. DWS Fonds, so ist davon auszugehen, dass ausreichend Erfahrungen vorhanden sind.